Das Farang Resort grenzt sich ab

Eigentlich war ich immer gegen die Mauern wie sie üblicherweise um thailändische Anwesen gebaut werden. Nach einem missglückten Einbruchsversuch im Zentralgebäude sagte mir ein ranghoher Polizist, dass man eben in Thailand erst die Mauern außer herum bauen müsste, bevor man mit dem Bau beginnen sollte. Ich erwiderte ihm, dass mir das als Europäer nie so in den Sinn kommen würde und eben bei uns auch nicht so üblich sei. Was er wiederum natürlich nicht verstand, Aber das ist eben der Unterschied der Kulturen.

Nun läuft aber seit einiger Zeit das Zulassungsverfahren als Hotel, zu dem wir auch von den örtlichen Behörden nicht nur aufgefordert wurden sondern teilweise auch regelrecht gedrängt wurden, da die Amphur Namon bisher über keinerlei Hotel verfügt und auch von den restlichen Resorts keines wohl in der Lage ist, die hohen Auflagen, die daran geknüpft sind zu erfüllen. Die Amphur kann man vielleicht hier mit einem Landkreis vergleichen, nur dass der eben nur aus etwa der Fläche wie hier aber wesentlich weniger Einwohnern besteht, da es sich meist um kleine Dörfer handelt.

Nachdem wir schon alleine aus Sicherheitsgründen jedes zweite Zimmer mit einem für jedermann von außen zugänglichen Feuerlöscher ausgestattet hatten und auch die Sanitäreinrichtungen den Vorschriften schon entsprachen mussten wir nur noch in jedem Zimmer Notlichter für den Fall eines Stromausfalls installieren, was wir inzwischen auch gemacht haben. In deutschen Hotels kenne ich eine derartige Sicherheitseinrichtung standardmäßig nicht. Hier haben ich nur in manchen Zimmer eine an der Steckdose aufladbare Akku-Taschenlampe gefunden. Manchmal ist Thailand eben sogar in manchen Punkten sogar uns Europäern voraus. Aber vielleicht liegt es ja auch nur daran, dass hier der Strom auch mal öfter ausfällt als bei uns.

Nun haben uns eben gerade diese Behörden auch den Bau einer Mauer rund um das Farang Resort verordnet, um eben endgültig die Zulassung als Hotel zu bekommen, was auch bedeutet, das Verwaltungs- und Regierungsbeamte bei uns übernachten dürfen. Diese bekommen nämlich nur die Kosten für entsprechend qualifizierte Einrichtungen von ihrem Arbeitgeber erstattet.

Also habe ich mich mit meiner Frau Aon zusammen, die das Farang Resort ja schließlich leitet, dazu entschlossen, doch eine Mauer rund um unsere Anlage zu errichten. Die Beamten argumentierten damit, dass damit jeder wisse. wo die Grenzen der Anlage seien. Ich sehe das eher praktisch, dass keine fremden Hunde und sonstiges Getier auf unser Anwesen kommen können. Natürlich machen wir die Mauer niedriger und optisch ansprechender als dies die üblichen Steinmauern der Thais sind.

Klar bedeutet dies auch wieder eine immense Investitionssumme und entsprechenden Aufwand an Zeit und Nerven, aber ich denke, dass am Ende alle Beteiligten davon profitieren werden. Der Landkreis -Amphur – bekommt sein Hotel und damit auch höhere Steuern, wir bekommen unsere Zulassung als offizielles Hotel des Kreises und unsere Besucher sind sicher vor allem möglichen Getier, das so nicht mehr auf unser Land kommen kann.

Wie so oft in Thailand regelt sich oft vieles, was am Anfang als haarsträubend empfunden wird, dann doch auf die eine oder andere Weise zu der Zufriedenheit aller Beteiligten. Was vielleicht auch daran liegt, dass alle Beteiligten immer wieder miteinander reden, auch wenn die Positionen am Anfang auch noch so weit auseinander sind. Aber am Ende finden alle Beteiligten, da sie auch die Interessen und Bedürfnisse der anderen verstehen, einen für alle gangbaren Weg. So kann jeder sein Gesicht wahren und es kommt zu keinen jahrelangen Auseinandersetzungen in diesem Bereich.

Vielleicht sollte uns das hier auch einmal zu denken geben.

 

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